IRAN

- den Zauber des alten Persien erleben

Liebe Freunde des Mittleren Ostens,

 

der Reiz, dieses orientalische Land zu erkunden, ist ohne Zweifel vorhanden, doch wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir nur sehr diffus über dieses Land Bescheid. Geprägt ist das Bild von unserer westlichen Berichterstattung, bei der oftmals die positiven Seiten des Landes zu kurz kommen. Genau deshalb wollen wir uns mit euch selber einen Eindruck von diesem Land verschaffen.

 

Im Iran, dem früheren Persien, treffen Gegenwart und Vergangenheit aufeinander wie in kaum einem anderen Land der Region. Das alte Persien bietet uns eine facettenreiche Kulturgeschichte und weist eine atemberaubende Vielfalt der Natur auf. Der Iran blickt auf eine 8000 Jahre alte Kulturgeschichte zurück, die uns allgegenwärtig begegnet. Landschaftlich wechseln sich schroffe Gebirgsketten mit meist wüstenartigen Becken ab. Es gibt artesische Quellen, ausgedehnte Salzseen, beeindruckende Erosionsformen, aber auch üppige Gärten zu bestaunen. Wir lernen Menschen und ihre Bräuche kennen, durchfahren unglaublich eindrucksvolle Landschaften und werden immer wieder Zeuge der ausgeprägten Gastfreundschaft.

 

Wir werden mit unseren eigenen 4x4 Fahrzeugen den Iran entdecken und bereisen. Fünf volle Wochen planen wir hierfür ein. Drei Wochen sind dabei für den Iran gedacht, plus jeweils eine Woche für die An- und Abreise (ab/bis Deutschland). Im Iran wird uns Saman Kashani von Road Iran als lokaler Tourguide begleiten und die Brücke zwischen den Kulturen bauen.


REISEVERLAUF:

Reiseleitung: Bernd Spreckels, Saman Kashani und Michael Schäfers

Iran-Reise ab/bis Deutschland

 

1. Woche: Anreise über die Türkei bis an die iranische Grenze.

 

1. Tag: Nach den Grenzformalitäten begrüßen wir unsere iranischen Guides und fahren dann in südöstliche Richtung von Bazargan nach Maku. Unser hochgelegenes erstes Camp verschafft uns eine wundervolle Aussicht auf die iranisch-aserbaidschanische Landschaft.

 

2. Tag: Unsere Fahrt führt uns heute durch die Provinz West-Aserbaidschan mit ihren ins Gebirge eingebetteten grünen Landschaften. Wir genießen die Ausblicke auf den 1.072 Kilometer langen Fluss Aras, der einer der vier strömenden Flüsse aus dem Garten Eden sein soll. Historische Stätten auf unserem Weg sind das armenisch-apostolische Kloster, welches nach der Überzeugung armenischer Christen als erste Kirche der Welt erbaut wurde, und die Choupan-Kirche. Auf Höhe der aserbaidschanischen Grenze biegen wir in südöstliche Richtung nach Aynalo ab, wo wir unser zweites Camp aufschlagen werden.

 

3. Tag: Nach einem stärkenden Frühstück besichtigen wir die Kleinstadt Kaleybar mit ihrer berühmten Festung, die 22 Jahre lang einer arabisch-islamischen Eroberung trotzte. Im Gebirge erkunden wir 8.000 Jahre alte Felszeichnungen und fahren dann weiter zum auf 2.700 m Höhe gelegenen Bergsee Neor.

 

4. Tag: Vom Neor-See aus fahren wir durch das Sobatan-Gebirge, durch die im Norden liegende bekannte “Pforte” Richtung Manjil. Innerhalb dieser Schlucht verläuft der “Sefid-Rud” (weiße Fluss). Am Abend werden wir nach einem gemeinsamen Essen eine Nacht in einem traditionellen Gasthaus verbringen. Hier erleben wir die Bräuche der Bewohner des Alborz (Elburs)-Gebirges.

 

5. Tag: Wir verlassen das Alborz-Gebirge und befahren die sich anschließende Senke an Teheran vorbei Richtung Süden. Dort besichtigen wir Qom, die schiitische Hochburg des Irans, dessen islamische Tradition den Grundstein für das heutige iranische Regime bildet. Der aktuell bestehende Kontrast zwischen Tradition und Moderne wird auf den Straßen Qoms sichtbar. Nach ca. fünf Stunden erreichen wir dann die Ausläufer Dasht-e Kavir, der zweitgrößten Wüste Irans. Hier erleben wir in und befahren wir in den nächsten Tagen verschiedene Wüstenlandschaften. Wir verbringen unsere erste Wüstennacht in der alten, aber renovierten und komfortablen Maranjab-Karawanserei.

 

6.-7. Tag: Nach einem traditionellen iranischen Frühstück besuchen wir den zweitgrößten Salzsee Irans (Namak Lake), der durch sein hochwertiges Salz bekannt ist. Anschließend gelangen wir in das inmitten der Kavir-Wüste gelegene, faszinierende Dünengebiet Rig-e Djinn (“Geistersand”). Hier ist “Luftablassen” angesagt. Gelegenheit für ausgiebige Dünenwanderungen.

 

Die Rig-e Djinn zeichnet sich durch verschiedenartige Landschaftsformen aus. Sie ist wilder und dramatischer als die relativ flache Landschaft des Vortages. Wir schauen uns verlassene deutsche Fabrikruinen an, in denen vor ca. 100 Jahren Phosphat für die deutsche Lebensmittelindustrie gewonnen wurde und besichtigen eine verlassene Karawanserei. Tiefer in der Wüste befinden sich innerhalb zweier Dünenkessel inmitten der trockenen Landschaft zwei üppig grüne Gärten. Wir genießen diesen unerwarteten Anblick und erfahren etwas über diese besondere Situation.

 

8. Tag: Auf unserer weiteren Fahrt Richtung Südosten durch die phantastischen Wüstenlandschaften besuchen wir den Bazar der Stadt Tabas und nehmen dort einen Mittagsimbiss zu uns. Später gelangen wir in das Dorf Deyhuk, dessen uralte Lehmbauten uns von einem Dorfbewohner gezeigt und erklärt werden. Das heutige Ziel ist die Stadt Birjand.

 

9-10. Tag: Heute erreichen wir den sicherlich spektakulärsten Höhepunkt unserer Reise. Wir fahren in südliche Richtung in eine der trockensten und heißesten Regionen unserer Welt. In der Dasht-e Lut, der größten Wüste des Landes, wurde mit 70 Grad Celsius die weltweit heißeste Bodentemperatur gemessen. Sie zählt zu den lebensfeindlichsten Regionen unseres Planeten. Unser erstes Ziel ist das im Osten liegende Dünen-Gebiet Yalan. Hier befinden sich bis zu 420 m hohe Dünen. Sie zählen mit zu den höchsten Dünen der Welt.

 

Der ganze Tag gehört der Wüste. Die faszinierende Wüstenlandschaft zieht uns in ihren Bann. Immer wieder werden wir innehalten und die vielfältigen Eindrücke in uns aufnehmen.

 

11.-12. Tag: Nun geht es in westlicher Richtung zur sog. Kalut-Wüste. Diese eindrucksvollen Sandstein-Erosionsformen entstanden im Laufe von Millionen von Jahren durch die Wirkung des Windes. Inmitten der Kalut-Korridore schlagen wir unser heutiges Camp auf.

 

Auch der nächste Tag dient zur Verinnerlichung und Erkundung der Umgebung, bizarre Schönheit pur. Wir fahren und wandern durch ein Labyrinth aus faszinierenden Skulpturen. Hier kann man vom Weltgeschehen Abstand nehmen, weswegen dieser Ort im Iran als der “Ort des Denkens” bezeichnet wird.

 

13. Tag: Wir verlassen die Wüste Lut auf ihrer westlichen Seite und gelangen über einen Gebirgspass zur kleinen Stadt Mahan. Wir besichtigen den Prinzengarten (Schahzadeh-Garten). Anschließend beziehen wir unser Hotel und genießen ein regionales Abendessen.

 

14. Tag: Von nun an verbringen wir die Nächte überwiegend in Hotels, um die Kultur und Geschichte des alten Persiens näher kennenzulernen. Am Abend erreichen wir einer der ältesten Städte des Iran - Yazd. Wir haben ausreichend Zeit, die Stadt mit ihren Lehmbauten und Moscheen, sowie dem Dachma, dem “Turm des Schweigens” und die “Windtürme”, zu erkunden.

 

15.-16. Tag: Nach einem traditionellen Frühstück, starten wir unsere Tagesetappe nach Isfahan, einer kulturellen und v.a. architektonischen Hochburg des Landes. Viele Sehenswürdigkeiten, wie den Naqsch-e Jahan-Platz, werden wir zu Fuß erkunden und den Tag mit einem gemeinsamen persischen Mahl abschließen.

 

Der gesamte nächste Tag steht für weitere Erkundungen und Besichtigungen von Moscheen, Gärten sowie des Basars dieser extrem eindrucksvollen, orientalischen Stadt zur Verfügung.

 

17. Tag: Ab heute geht es in nordöstliche Richtung nach Hamedan. Unterwegs bewundern wir den Ab Sefid, einen 70 m hohen Wasserfall, und die schönen Parks der Stadt Malayer, bevor wir die alte Königsresidenz Hamedan erreichen.

 

18. Tag: Auf unserem weiteren Weg Norden durchqueren wir eine Region, die das kulturelle Fundament Persiens bildet. Mit dem Takht-e Soleiman (Thron des Salomon) besichtigen wir die Ruinen eines Gebäudekomplexes aus der seit ca. 200 n. Chr. herrschenden Sassaniden-Dynastie, der den Zarathrustriern als Feuertempel diente und heute UNESCO-Weltkulturerbe ist.

 

19. Tag: Wir erreichen wieder die Provinz Westaserbaidschan und erleben hier den Mineralienreichtum des Iran bei einem Besuch des größten Salz- und Binnensees des Landes (Lake Urmia) und der Besichtigung einer Travertin-Mine. Anschließend geht es dann Richtung Norden weiter nach Täbris.

 

20.-21.Tag: Den heutigen Tag widmen wir Täbris, das oft auch als möglicher Ort des biblischen Garten Edens bezeichnet wird. Wir erkunden den Bazar und laufen zur “Blauen Moschee”, deren blaue Farbe der Sage nach für die Farbe eines Blutergusses, den die Moschee sich bei einem starken Erdbeben zugezogen hat, steht.

 

Am nächsten Tag geht es zurück zur iranisch-türkischen Grenze. Hier verabschieden wir uns von unseren iranischen Guides und dem faszinierenden Reiseland Iran.

 

1 Woche Rückfahrt bis nach Deutschland.

 

Unsere Route ist nicht starr festgelegt, es kann immer zu witterungs- und organisatorisch bedingten Änderungen kommen.



WICHTIGE DATEN & FAKTEN ZUR REISE:

Iran - den Zauber des alten Persien erleben

 

Art der Reise:

Kombinierte Camping / Guesthouse Selbstfahrer Rundreise

 

Termine:

Termin wird noch bekannt gegeben

 

Preis:

4795,- Euro pro Person zuzügl. Hin- und Rückfahrt Fähre von Italien nach Griechenland.

(gilt für 1. und 2. Person, 3. und 4. Person ist reduziert)

 

Leistungen inkl.:

Erfahrene ortskundige Reiseleitung, Unterkunft (Campingplätze, echte Wüstencamps, landestypische Unterkünfte), Vollverpflegung (Frühstück, Mittagssnack, warmes Abendessen), Gebühren/Eintritte. Reisesicherungsschein nach § 652 BGB. Übernachtungen: 12x Camping, 8x feste Unterkunft

 

Nicht enthalten sind:

Treibstoff, Visa Gebühren, Hin- und Rückreise, persönliche Ausgaben.

 

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Es kann vor der Einreise bei den zuständigen Auslandsvertretungen, online als e-Visa oder bei Einreise beantragt werden.

 

Bei jeder Reise wir empfehlen den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung.