Reiseberichte

Schwedentour 2019


Diese Reise ist für uns immer noch sehr präsent und wir freuen uns sehr darüber, dass wir dabei sein konnten. Wir waren zum Schlafen in schnuckeligen Blockhäusern untergebracht. Zum Frühstück und zum Abendessen trafen wir uns in einem Gemeinschaftshaus, in dem täglich liebevoll für alle gekocht wurde und abends noch Zeit war für schöne Gespräche und Geschichten. Am ersten Tag fand, nach einem ausgiebigen und vielfältigen Frühstück bei Kaminfeuer, die erste Roadbooktour statt, die so intensiv und schön für uns war, dass wir uns damit auch mehrere Tage hätten beschäftigen können. Die Landschaft, die Farben, die intensiven Eindrücke in der Natur...wir konnten uns kaum satt sehen.

 

Auch die Fahrzeuge kamen in den Genuss, sich offroad auszuprobieren. Matsch, Sand, Gewässer und Steine galt es zu überwinden und das Gruppengefühl war geprägt von Anfeuern, Mitfiebern, Schieben, Buddeln, Bergen, Filmen und viel Spaß bei den Wettbewerben. 

 

Wir haben jeden Tag durch und durch genossen und fühlten uns rundum wohl und gut versorgt, denn selbst wenn wir unterwegs waren, wurde für das leibliche Wohl gesorgt. Was uns auch fasziniert hat, war, dass Micha uns immer wieder an seinem Wissen und an Geschichten seiner Reisen, teilhaben ließ.

 

Wir sind schon ganz gespannt, für welche Reise wir uns das nächste Mal entscheiden.

 

Thomas und Petra


islandtour 2019


Das Land aus Feuer und Eis

30 Jahre habe ich auf diesen Moment gewartet und dann war es soweit: Der Traum mit meinem eigenen Defender durch Islands Hochebene zu fahren, der Natur hier ganz nah zu sein und sich auf das Nötigste zu beschränken. Der Mund blieb mir beim Anblick dieser kargen Schönheit offen stehen.

Die „ schwarze Wüste“, so still, so weit. Tagelang begegnete uns keine Seele, kein Geräusch, keine Vegetation, kein Lebewesen – dachte ich! Doch in jede Ritze krallt sich Moos, fließt in den unglaublichsten, schrillsten Grüntönen die schwarzen Hänge hinunter; winzige Blümchen wachsen mutterseelenallein auf der weiten Ebene. Bilder die kein Maler oder Designer erfinden könnte! 

Meine basistouristische Vorstellung von Vulkanen beschränkte sich auf Kegelvulkane und schwarze Lava. Erdkunde 5. Klasse. Doch, vulkanische Aktivität weist eine viel größere Vielfalt auf; beeindruckende Geländeformationen durch Eruptionen künstlerisch in die verrücktesten Formen und Farben gegossen. Beige, Ocker, Orange, bis Dunkelrot, Violett und Grün. Warum das so ist, kann Micha fantastisch erklären.

Kein Film, kein Foto kann diese Bilder einfangen oder wiedergeben und schon gar nicht das Gefühl der Überwältigung beschreiben, was mich beim Anblick eines Gletschers oder eines gigantischen Wasserfalls überkam. 

Die eigene Winzig- und Bedeutungslosigkeit wird einem in solch einem Moment schlagartig klar, rührt mich zutiefst und lässt mich spüren, welche Verantwortung wir haben. Wenn man weiß, dass eine Reifenspur neben der Piste, der Fußabdruck im Moos jahrelang bestehen bleiben, macht mir die Fragilität dieses Ökosystems bewusst.

Diese Natur hautnah erleben zu dürfen ist ein unglaubliches Erlebnis und hinterlässt unvergessliche Eindrücke. Zum Heulen schön!

Und noch etwas: Wenn es kalt ist, ist es kalt und windig! Stellt euch vor, ihr fahrt in den Winterurlaub und schlaft draußen. Zugegeben etwas schwierig, wenn man bei 30 Grad die Tasche packt. Der Genuss der Reise wird durch eine Wärmflasche, ein Fell und einen Reservekanister deutlich erhöht! 

Danke Micha, Paul und Per! Dank euch hatte ich eine total entspannte, liebevoll betreute und unvergessliche Reise.

Ich muss wieder hin!

Antje


Namibiareise 2019


„Kuh frisst Dose oder warum man in der Wüste kein Gepäck braucht?“ 

 

Es wird sicherlich viele Menschen geben, die sich fragen, warum man freiwillig im Urlaub auf Duschen und saubere Kleidung verzichtet. Wenn man sich den Kopf an freistehenden Schrauben aufschlägt, oder sich in der Hitze der Wüste unter das Auto legt und nicht klagt. Denen kann ich nur mit Kopfschütteln begegnen und viel mehr entgegensetzen als „nur“ schönste Natur und die faszinierende Tierwelt Afrikas! Im Umfeld dieser Reise rücken solch schnöden Dinge einfach von ganz allein in den Hintergrund.

 

Die 3-wöchige Tour durch Namibia war wirklich ausgewogen und gut durchdacht. Mit einer schönen Mischung aus Offroad-Erlebnis und der Möglichkeit neue Menschen kennen zu lernen eine besondere Erfahrung, aber ganz sicher auch wegen „Wagen Nr.1“, gesteuert von Micha und Freddy. Dabei hat Freddy sich fast schon mit Vergnügen die Hände schmutzig gemacht, wenn mal wieder jemand die Handbremse festgefahren oder das Trittbrett gegen die Steine gesetzt hat und auch bei seinen wirklich interessanten Vorträgen über die Geologischen Gegebenheiten dieses Landes war er kaum zu bremsen. Nicht, dass Micha das nicht auch getan hat und hätte, aber er ist mir vor allem durch seine unerschütterliche Gelassenheit (und Kochkunst) sehr angenehm aufgefallen und verfügt über einen großen Fundus an Geschichten, Wissen und natürlich Ortskenntnis, der diese Reise wirklich bereichert und abgerundet hat - nur von Fußball hat er keine Ahnung. So ist es also nie langweilig, abends gemeinsam am Tisch reichaltiges Essen zu verdrücken, erschöpft von durchaus auch mal anstrengenden Fahrten in anspruchsvollem Terrain (mal mit 80 mm/min steile Hänge über fiese, spitze Steine drüber oder mit 80km/h durch den Wüstensand im Slalom ums Gebüsch!).

 

Ob nun Geologie, Geschichte, Natur oder die offensichtlichen Fachgespräche über den „besten“ Geländewagen und welcher Typ Dachzelt denn nun wirklich was taugt, keiner kommt zu kurz. Natürlich steht das Erlebnis dieses faszinierenden Landes im Vordergrund, doch will ich mir nicht ausdenken, was alles fehlen würde, wenn die Reise einfach nur unpersönlich-professionell „abgewickelt“ worden wäre und die Gruppe nicht ein so friedlich-harmonisch-hilfsbereites Zusammenspiel gezeigt hätte. Das war kein Glück, sondern gelebte Begeisterung und die war einfach ansteckend! Ich selbst bin ohne fahrerische Vorkenntnisse in dieses Offroad-Abenteuer eingestiegen und hab Blut geleckt! Afrika ist ohnehin ein unvergleichliches Erlebnis. Ob nun das Gepäck erst eine Woche später ankommt, die Kuh einem die Bierdosen klaut oder Micha unser Müsli nicht vor den Affen bewachen konnte…. Abschliessend bleibt nur noch zu resümieren, dass Sehen und Erleben immer mehr ist, als erzählt zu bekommen!

 

Mit ganz herzlichem Dank 

Alexander „Sanna“ Feustel